Nach dem Motto ‘Matsch oder Memme’ bin ich Ende März beim Strongman Run angetreten, dem selbsternannten härtesten Lauf aller Zeiten. Es ging 18 km Querfeldein, durch 2° (!) kaltes Wasser, im Kriechgang durch Schlammlöcher, über meterhohe Hindernisse und weitere lustige Schikanen. Die Strecke war nicht das große Problem. Aber versucht mal bei eh schon geringen Temperaturen durch eiskaltes Wasser zu schwimmen, um anschließend mehrere Kilometer mit nassen Klamotten durch Sand zu laufen. Anyway – ich habs’ mehr oder minder erfolgreich unter der vorgegebenen Zeit von 3,5 h geschafft. Insgesamt war der Lauf eine Mordsgaudi, und ich hab selten so viel Hilfsbereitschaft auf so einem sportlichen Event erlebt. Hier noch ein paar Impressionen von ’09:
Generell ist mein Problem jedoch – bin ich nicht Feuer und Flamme für eine Sache, habe ich ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe. Beim Strongman Run hat das relativ gut geklappt. Ein halbes Jahr Training mit 3 wöchiger Pause während Karneval haben ausgereicht, um das Ding zu schaukeln. Leider ist die Lauferei danach etwas eingeschlafen – kein Ziel mehr vor Augen. Eigentlich stand danach das Tough Guy Race im nächsten Jahr auf dem Kalender. Durch eine größere Urlaubsplanung und das super komplizierte, unstrukturierte Anmeldeverfahren auf der Homepage des Veranstalters wird das aber leider nicht hinhauen. Nächstes Ziel war ein moderater Triathlon, sprich Kurzdistanz bis Half-Ironman. Da das aber durchaus einiges mehr Zeit in Anspruch nimmt, konnte ich dieses Jahr an keinem mehr teilnehmen. Davon abgesehen, dass ich die Hälfte der Anmeldetermine verpennt hab.

© Thomas Wolf
Jetzt bin ich aber heute durch Zufall auf einen sympathischen Lauf quer durchs Siebengebirge gestolpert. Ein anspruchsvoller 26-km-Berglauf mit ca. 1.000 Höhenmetern. Die Teilnehmerzahl ist mit knapp 350 angemeldeten Läufern (bis jetzt) im Gegensatz zum Strongman Run (ca. 8.000) vergleichsweise familiär. Das macht die Sache nicht minder attraktiv. Außerdem bietet es ein neues Ziel und gleichzeitige Motivation, wieder etwas mehr zu tun.
Das ist auch genau das richtige Stichwort. Denn ehrlich gesagt, hab ich es seit April/Mai ganz schön schleifen lassen. Der Lauf ist am 25. Oktober 2009, d.h. noch genau 38 Tage. Nicht möglich bis dahin wieder fit zu werden? Das schafft man nie? Solche Sprüche hab ich auch vor dem Strongman Run gehört und eher als zusätzliche Motivation angesehen. Also gute Herausforderung, hab ich mir gedacht und mich spontan angemeldet. Ab Morgen heißt es also wieder: verstärktes Training – go for it!





Projekt 2012: I’ll be back… « sichtpunkt sagte,
September 1, 2011 @ 10:25
[...] der kurzen Zeit, habe ich mich in einer Phase grenzenloser Selbstüberschätzung auch wieder beim Strongmanrun angemeldet… Der ein oder andere erinnert sich an meine Teilnahme 2009. Um die Sache noch [...]