Ja ja, ich weiß, ich habe mich hier mal wieder ziemlich rar gemacht. Aber WM und viele Ausflüge verlangten viel Zeit. Auf ersteres will ich hier nicht unbedingt näher eingehen – das hat @hulza in seinem Blog schon bestens gemacht. Aber zurück zum eigentlichen Thema hier. Die vergangene Woche war ich in einigen Städten unterwegs und hatte zwischendurch öfter etwas Leerlauf. Was macht man dann also, wenn man niemanden kennt? Kino! Zwei Filme habe ich mir angeguckt. Keine Blogbuster, aber zum Zeitvertreib hat’s allemal gelangt. Den Start habe ich mit Predators gemacht.
Wem die eineinhalb Minuten Trailer zu lang sind, hier mal eine kleine Zusammenfassung im Voraus: Acht Elite-Kämpfer fallen vom Himmel und landen per Fallschirm in einem Dschungel. Keiner weiß, was passiert ist oder wo sie sind. Schnell wird klar: Wenn sie überleben wollen, müssen sie zusammenarbeiten. Sie merken, dass sie Teil einer Jagd sind. Aber diesmal sind nicht sie die Jäger, sondern die Gejagten. Jede Saison werden neue Elitekämpfer abgeworfen, um von Aliens gejagt und eliminiert zu werden. Verständlicherweise hat niemand wirklich Lust darauf und es beginnt ein Katz und Maus-Spiel.
Den meisten dürfte der Predator-Klassiker aus den 80-ern mit Arnold Schwarzenegger bekannt sein. Es soll laut den Verantwortlichen aber kein Remake, sondern mehr eine Art Reboot sein. Komisch, dass aber dann nicht alles auf null gesetzt wird. Es wird nämlich z.B. die Mission aus 87 erwähnt, wo die Menschen bereits Kontakt mit den Predators hatten. Hat aber an sich keine großen Auswirkungen auf den Film. Pluspunkt: Wenn in einem Streifen Danny Trejo mitspielt, hat er direkt Extrapunkte. Der Typ ist für mich die Grundverkörperung eines Mexikaners mit einer unheimlichen Coolness. Leider war er der Erste, der das Zeitliche segnet hat, uncool!
Die Leitung der Gruppe wird, nicht ganz ohne Protest, von Adrien Brody übernommen. Er ist kein Schwarzenegger-Ersatz, spielt aber seine Rolle als Söldner glaubwürdig. Erschreckt habe ich mich jedoch, als sich das erste Mal die einzige Frau im Film zu Wort meldete. Alice Braga wurde die Stimme von Tia Dalma (Fluch der Karibik) verpasst, samt Akzent! Das passt zwar irgendwie zur Rolle, verwirrt aber, wenn man den Film kennt. Die restlichen Kämpfer sind allesamt eigenständige Charakterrollen und kommen sympathisch rüber. FSK-18 ist dank actionreicher Gestaltung gerechtfertigt. Ansonsten würden wohl selbst abgestumpfte Minderjährige komisch gucken, wenn jemandem die Wirbelsäule aus dem Körper gerissen wird.
Die Aliens bekommt man relativ selten zu Gesicht, (nein, nicht nur wegem dem Tarnanzug) aber wenn sie da sind, geht’s ordentlich zur Sache. Verstärkt wird das durch die interessante Ausstattung. Mit dem Waffenarsenal, was die Jungs da durch die Botanik tragen, könnte man ein Dorf eine Woche allein verteidigen. Aber sonst wär ein solcher Film wahrscheinlich auch langweilig. Schön ist, dass die Aliens keinen besonderes Facelift erhalten haben und sich nah am Original orientieren. Das Ende hatte ich mir jedoch anders vorgestellt, und somit ist sicherlich mit einem zweiten Teil zu rechnen.
Fazit: Einen unvergesslichen Film habe ich von vorne rein nicht erwartet, den wollten die Macher auch selbst nicht machen. Der Film kommt zwar nicht an den ‘Spaßfaktor’ des Originals ran, bietet aber trotzdem 105 Minuten Popcorn-Unterhaltung. Wer also auf coole Sprüche, jede Menge Geballer und Aliens steht, ist mit Predators gut bedient. Dafür gibt’s von mir gute 6,5 Augen!

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