Wie versprochen kommt heute das zweite Review. Am Freitag habe ich mir in einem kleinen, gemütlichen Kino noch Disneys ‘Prince of Persia – Der Sand der Zeit’ reingezogen.
Vorweg wieder eine kurze Zusammenfassung: Als kleiner Junge wird das Waisenkind Dastan (Jake Gyllenhaal) von König Sharaman (Ronald Pickup) auf einem Markt entdeckt. Gerührt durch eine couragierte Aktion beschließt er, ihn zu adoptieren. Etliche Jahre später ziehen der mittlerweile muskelbepackte Prinz Dastan und seine zwei Brüder los, um die heilige Stadt Alamut zu erobern. Diese soll angeblich Waffen an die Feinde Persiens verkaufen. Bei der Eroberung fällt Dastan ein Dolch in die Hand. Bald darauf erkennt er, dass der Besitzer damit die Zeit zurückdrehen kann. Bei den Feierlichkeiten zu Ehren der Eroberung wird König Sharaman jedoch durch einen Mantel vergiftet und stirbt. Da Dastan ihn übergeben hat, wird er verdächtigt. Zusammen mit der schönen Prinzessin Tamina flieht er. Eine Jagd nach ihnen und dem Dolch beginnt, der wohl noch mehr ist, als nur ein Spielzeug für Zeitreisen.
Gleichnamiges Computerspiel habe ich nie gespielt – Verknüpfungen, evtl. Negativpunkte oder Ähnlichkeiten mit dem Film kann ich also leider nicht aufzeigen. Auch wenn es eine Disney-Film war, hatte ich doch ein paar Erwartungen. Immerhin hatte Action-Produzent Jerry Bruckheimer die Finger im Spiel. Und zumindest mit der Besetzung der Hauptrolle hat er, mal wieder allen Kritikern zum Trotz, eine gute Wahl getroffen. Dastan ist eine gute Mischung aus Jugendlichkeit, Witz und ein bisschen Macho und wird von Jake Gyllenhaal perfekt in Szene gesetzt. Gemma Arterton – zu ihr braucht man nichts mehr sagen. Sie spielt die wunderschöne Prinzessin, das passt .)

Schön sind auch die oft gezeigten Panoramaaufnahmen. An dieser Stelle möchte ich auch die äußerst gelungene Filmmusik herausheben! Wie zu erwarten gibt’s jede Menge Parkour-Action. Diese wird aber nicht übertrieben und steht in angenehmer Zusammenarbeit mit ein paar Kampf-, Action-, und Animationsszenen. Das alles kann aber eine etwas flache Story nicht ganz ausgleichen.
Fazit: Prince of Persia ist eine Walt Disney-Verfilmung wie sie im Buche steht: Man nehme eine alte Sage, gebe etwas Fantasy, Mystik und große Filmmusik hinzu und vollende sie mit einer Liebesromanze, vorzuweise Prinz und Prinzessin – voila. Unter normalen Umständen wäre ich wahrscheinlich nicht mal auf die Idee gekommen, mir den Film im Kino, geschweige denn überhaupt, anzugucken. Da tut man Walt Disney vielleicht unrecht, aber wirklich anspruchsvolle Unterhaltung verbindet wohl keiner mit dem Mickey Mouse Unternehmen. Wer dem Film trotzdem eine Chance gibt, bekommt 150 Minuten entspannte Unterhaltung – nicht mehr, nicht weniger. Deshalb hier gute 5 Augen.
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